Schon als die ersten Ladies den Raum betraten, war der Austausch enorm, die agilen Räume der HOCHBAHN schwangen förmlich vor Worten, die die Besitzerin wechselten. Es war eine echte Freude, dem zuzusehen. Denn uns alle einte ein Interesse: Die in der Mobilitätsbranche tätigen Hamburgerinnen zu vernetzen und für gemeinsamen Mehrwert zu sorgen. So schaute ich denn auch bei meiner Begrüßung in strahlende Gesichter. Tolles Gefühl. Das erste MoveUp war “ausverkauft” und unter dem Schwerpunkt “Mein Weg in die Mobilität” – und ich bin stolz, wie bunt der Reigen der Ladies war, die wir genauer kennenlernen durften.

Bundeswehr “schult” für Männerdomänen

Linda Döler-Brede baut bei der HOCHBAHN das Project Management Office (PMO) auf und aus. Mittlerweile sind sie zu dritt im Team dabei, die Projekte untereinander zu vernetzen und helfend zur Seite zu stehen beim Einreißen interner Mauern. „Mit einer Silo-Denke kommen wir nicht weiter. Transparenz ist ein Hebel, um voneinander zu lernen.“ Begonnen hat sie nach dem Studium mit einem Job bei der Universität der Bundeswehr. Rückblickend sagt sie, dass diese Männerdomäne sie vielleicht positiv bereichert hat im Umgang mit einer Arbeitsumgebung, in der nicht viele Frauen tätig sind. Heute ist sie mit allen Projektleiter/innen in sehr engem Austausch und versucht alle Fäden der #Digitalisierung, in einer Hand zu halten. Das Ziel: Raus aus den Silos, gemeinsam Dinge vorantreiben, doppelte Arbeit vermeiden. Spannende Haltung eines großen Hamburger Arbeitgebers, der auch eine Diversity Managerin hat.

“Ich kann theoretisch auch einen Airbus fliegen!”
Janine Härtel hat unter anderem bei Volkswagen, Porsche und IOTA als Teil des Mobility & Automotive Adoptionsteams gearbeitet. Sie verstärkt seit kurzem das Team des Kongressbüros von ITSHamburg2021 und geht erfrischend neugierig an und in alles, das mit Mobilität zu tun hat. „Wichtig ist Authentizität, netzwerken und ein gutes Selbstmarketing. Ich habe nie jemanden kopiert, ich bin einfach wie ich bin. Das hat mich überall hingebracht, wo ich hin wollte.“ Ihre Basis: Das Studium von Germanistik und Maschinenbau. Klingt unvereinbar, ist ihrer Meinung aber ein echter Vorteil gegenüber Menschen, die nur geisteswissenschaftlich oder nur technisch geschult sind. Und Sprüche über Frauen im Maschinenbau kennt sie zur genüge – aufregen kann sie sich darüber schon lange nicht mehr. Vor allem nicht, wenn sie nach den dummen Sprüchen den besten Test zur Eignung für die Lenkung eines Airbus abschließt (99 Prozent).

Frauen in StartUps und im Sales – immer noch selten
Natalia Tomiyama, Co-Gründerin von NÜWIEL, ist Kind zweiter asiatischer Kulturen und hat in Russland studiert – Letzteres war nach ihrer Aussage auch echt hart. Ihr StartUp gründete sie mit zwei Kollegen, um urbane Räume von Lärm, Stau und Luftverschmutzung zu befreien. Mit speziellen Elektromobilitäts-Lösungen für den urbanen Raum. Das erste von NÜWIEL entwickelte und produzierte Produkt ist ein  Lastenanhänger für Last Mile Logistik – IKEA und andere ließen sich von ihm bereits begeistern. „Die Zukunft der Mobilität bedeutet für mich: absolute Flexibilität.“ Und das heißt für sie auch, im Sales andere Wege zu gehen. Nicht sofort verkaufen zu wollen, sondern mit dem Kunden das Produkt zu entwickeln. Zuzuhören und es immer besser zu machen.

R.E.S.P.E.C.T.
Dr. Phanthian Zuesongdham spielte als letzte und vielleicht enthusiastische Rednerin mit uns ein Spiel: Worauf basiert Erfolg? Das Ergebnis seht ihr in der Zwischenüberschrift. Der Weg dorthin geht über

* Responsibility
* Empowerment
* Spontaneity 
* Passion
* Enthusiasm
* Curiosity
* Teamwork

Fast schon ein TED-Talk!
Sie gestaltet seit 2010 die Hamburg Port Authority durch Prozessorientierung, digitale Strategie und Politik und verantwortet die Geschäftstransformation. Digitalisierung und Innovation. Diese sind nicht nur ihr Beruf, sondern auch ihre Leidenschaft. Das konnten wir alle spüren.
Danke an alle, die vor Ort waren, für die fantastische Atmosphäre mit großer Wertschätzung und Neugier. Ich freue mich auf das nächste Mal!

Jetzt auch in Hamburg vertreten:
Die Women in Mobility engagieren sich für eine bessere Sichtbarkeit von Frauen der Mobilitätsbranche: in Führungspositionen und Projektleitungen, als Speakerinnen auf Konferenzen oder als Expertinnen in Fachmedien.

Ob Entscheiderin oder Doktorandin, Führungspersönlichkeit oder Gründerin, Wissenschaftlerin, Studentin oder Mitarbeiterin − die Women in Mobility bieten Frauen aus Unternehmen und Startups, Organisationen und Verbänden, aus Medien und Politik eine Plattform zum Netzwerken, für gemeinsame Projekte, Kooperationen und Austausch.

Noch nie war so viel Bewegung in der Mobilitätsbranche: intelligente Transportsysteme, vernetzte Städte und autonomes Fahren sind Entwicklungen, die die Chancen der Globalisierung aufgreifen und zu neuen Mobilitätsangeboten führen.

Ein neues Zeitalter steht bevor: Basierend auf einem verstärkten Umweltbewusstsein und der voranschreitenden Digitalisierung entstehen nachhaltige Innovationen, die die Sharing-Economy in postfossile Mobilitätskonzepte integrieren.

Die Women in Mobility wollen und sollen sichtbar Einfluss nehmen und wegweisende Weichen für die Zukunft der Mobilität stellen.
Deshalb: Vernetzt euch!
https://womeninmobility.de

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit der Abgabe eines Kommentars stimmen Sie zu diesen Datentechnisch zu speichern.
Weitere Infos zum Umgang mit Ihren Daten hierzu erhalten Sie in meiner
Datenschutzerklärung.