Zwei Tage trafen sich in Berlin auf dem Euref-Campus 1.200 Besucher, 80 männliche und 15 weibliche Speaker, jede Menge große PKW, nicht wenige von ihnen auch elektrisch betrieben. Ich lästere, sorry, aber optisch war das manchmal nicht sehr in der Zukunft, was ausprobiert werden konnte. Es gab Räder von Bicicli, Tretroller von Tier, ok – aber ansonsten haben wir in der Branche anscheinend immer noch nicht viel geschafft in Sachen “neu denken”. Wir gießen alten Wein in schimmernde neue Schläuche, die elektrisch betrieben weniger Emissionen verursachen werden, aber wenn wir weiterhin nur mit 1,3 Personen in diesen PKW sitzen, ist niemandem geholfen.

“Mobilitätswandel – mehr als nur ein mediales Phänomen”

Diesem Titel widmete sich meine Keynote für die HannoverMesse – und es scheint das richtige Motto zu sein. Richtig gut gefiel mir der Vortrag des Ersten Bürgermeisters aus Hamburg. Hier wird verkehrsmittelübergreifend gedacht – deutlicher Schwerpunkt auch auf dem Radverkehr gesetzt. Denn die Veränderungen, die es bedarf, werden wir nicht mit neuen Fahrzeugkonzepten lösen.

Persönliches Highlight: Austausch mit den #womeninmobility

Der Kongress war nicht weiblich genug, aber wir werden mehr. Ob es an zahlreichen Freitickets lag oder daran, dass wirklich mehr Diversität in der Mobilitätsbranche tätig ist, vermag ich nicht zu sagen. Ich hielt am Dienstagmorgen spontan eine Keynote zum Thema “Frauen in der Mobilität – und warum Netzwerken auch offline sinnvoll ist”. Da wurde in der Diskussion leider deutlich, dass es in manchen Konzernen gerade wieder rückwärts geht. Homeoffice wird angeboten, doch wer es nimmt, ist “unsichtbar” und wird nicht befördert. Ich freue mich, dass mich zu meinem Input viele positive Reaktionen erreicht haben, denn es ist natürlich auch immer ein wenig ein Wagnis, offen Probleme anzusprechen. Aber wenn ich auch nur eine ermutigen konnte, trotz aktueller Widrigkeiten ihren Weg in dieser faszinierenden Branche zu gehen, dann war das gut so.

Highlights im Video

Ein paar Impressionen habe ich in einem Video zusammengefasst – für alle, die nicht dabei sein konnten. Ich würde mich freuen, wenn solche Veranstaltungen zukünftig nicht von Autokonzernen, sondern von Ministerien gefördert werden, die diesen Teil des gesellschaftlichen Wandels mit verantworten und vorantreiben. Dann ist die Wahl der mobilen Mittel vor Ort vielleicht aus ausgewogener. Immerhin: Es war auch ein Elektrobus vor Ort.

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