Die erste Keynote 2019: #MakeMobilityGreatAgain

Meine erste Keynote des Jahres habe ich nicht nur wegen des Themas angenommen, sondern vor allem auch wegen der Tatsache, dass der Veranstalter redlich bemüht war, einen #allmalepanel zu vermeiden – alle angesprochenen Damen aber ihre Teilnahme absagten. Mein Appell an die #womeninmobility da draußen: Macht euch sichtbar! Traut euch, mit eurer Expertise auf die Bühnen dieser Welt zu treten. Denn es ist auch in unserer Verantwortung, Gleichberechtigung von Talenten voranzutreiben. Dazu gehört auch der Mut, Dinge zu tun, die sich zunächst fremd oder “zu groß” anfühlen. Ich kenne diese Gedanken, ich kenne aber auch den Spaß, über ein Thema zu sprechen, das mit bewegt – geistig wie körperlich wie emotional.

Knapp eine Stunde teilte ich meine Gedanken zur Mobilität der Zukunft und der Vision: #MakeMobilityGreatAgain. Und schonte dabei mein Publikum, Stipendiatinnen und Stipendiaten u. a. der Bosch Stiftung nicht. Es ging vom Status Quo der aktuellen Mobilität (erstmals mehr als ein PKW pro Haushalt, diese bewegen sich im Durchschnitt gerade mal 45 Minuten mit 1,3 Personen an Bord) über die Tatsache, dass schon seit dem 13. Jahrhundert die Straße dem Gefährt und nicht dem Menschen, der dieses fährt, anzupassen ist – bis zu der Anekdote, dass Angela Merkel bereits 1998, damals noch als Umweltministerin, auf die Kooperation der Autokonzerne hoffte und an drei-Liter-Autos glaubte. Heute, 30 Jahre später haben wir einen SUV-Anteil von 20 Prozent.

Meine Thesen zum Weg der Verwirklichung von #MakeMobilityGreatAgain:

  1. Die Basis bedarf eines preislich wie im Angebot attraktiven, standardisierten öffentlichen Nahverkehrs. Nicht von Tür zu Tür, aber als Transit zwischen Punkten, die hohe Nachfrage an Mobilität erzeugen. So z. B. in der Stadt.
  2. Die erste oder auch letzte Meile ist bunt. Vom Elektroroller bis zum autonom fliegenden Flugzeug ist meinetwegen erstmal alles denkbar. Je nach Bedürfnis, Geldbeutel und Reisezweck sucht die Kundin sich ihr Transportmittel aus. Steigt “seamless”, also übergangslos von Verkehrsmittel zu Verkehrsmittel, elektrifiziert, geteilt und autonom werden diese sein.
  3. Plattformen entscheiden, ob das “Geschäft” mit der Mobilität in Deutschland bleibt. Diese sehe ich in Händen öffentlicher Anbieter, um Datenschutz, Daseinsvorsorge und Kompetenz in Mobilität mit bestimmten Anforderungen (Pendelverkehre, Mobilitätseingeschränkte) zu gewährleisten.

Vor allem aber richtete ich mich auch an mein Publikum, das Mobilitätsbudget, das sie zur Verfügung haben, ggf. anders abzugeben. Den Verkehrswende wird nicht einfach so geschehen, wir müssen sie alle zusammen gestalten.

Auf dem anschließenden Panel, das ich moderierte, kamen Herren von ioki, Share&Charge und EWE auch schnell auf den Punkt, dass Mobilität der Kollaboration bedarf – ganz nach meinem Fazit: #CollaborationIsQueen. Ich bin gespannt, wie wir das schaffen.

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